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Liebe
Gäste,
ich lade Sie herzlich zu einem Besuch des Naturkundemuseums Magdeburg
ein. Neben unseren Dauerausstellungen "
Tiere der Heimat","Welt der Insekten", "Von Amethyst
bis Zinnober Die Welt der Minerale" und "Im Reich von
Biber und Reiher Lebensraum Mittlere Elbe", gibt es immer
etwas neues zu entdecken.
Das Naturkundemuseum geht auf Sammlungen des Naturwissenschaftlichen
Vereins zu Magde-burg zurück, die erstmals 1875 ausgestellt wurden.
Das ursprüngliche Haus wurde bei dem Fliegerangriff am 16. Januar
1945 vernichtet, wertvolle Bestände einschließlich vorher
ausgelagerte Sammlungen erlitten schwerste Verluste.
Nach dem Krieg wurden die geretteten Bestände im Gebäude des
ehemaligen Kaiser Friedrich Museums untergebracht. Unter dem Dach des
Kulturhistorischen Museums existiert es heute wieder als eine selbständige
Einrichtung. Sammeltätigkeit und wissenschaftliche Arbeit ließen
es erneut zu einer bedeutenden Einrichtung werden, die die gesamte Palette
eines Naturkundemuseums präsentiert.
Ihr Dr. Hans Pellmann, Museumsleiter
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Dr. Christiane Heinemann
stellv. Museumsleiterin,
Geologin |
Mineralogisch-Petrographische Sammlung Der
Sammlungsumfang beträgt mehr als 11.500 Inventar-Nummern, darunter
etwas über 1.000 Gesteinsnummern. Kurz nach Gründung des Naturwissenschaftlichen
Vereins zu Magdeburg gegründet,
gingen schon einige Schenkungen von Mineralien und Petrefakten ein, so
dass bei der Museumseröffnung
1875 bereits etwa 600 Mineralien und Gesteine gezeigt werden konnten.
Wertvolle Sammlungsteile gelangten durch Schenkungen und Stiftungen an
das Museum: 1892 - G. SCHMIDT, 1900 - W. HAUSWALDT; 1922 kam die "Deutsch-Südwest-Sammlung" von
BRODMANN hinzu sowie 1934 die erlesene
Mineraliensammlung von HERMANN GRUSON.
Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf den Tiefengesteinen. Die Stücke
stammen aus den typischen Gesteinsvorkommen ganz Deutschlands, natürlich
aus Harz, Mansfelder Land und Flechtinger Höhenzug. Gleiches gilt
für die Umwand-
lungsgesteine. Die Ablagerungsgesteine stammen zu einem größeren
Anteil aus Magdeburg und Umgebung.
Auf die schrittweise Erweiterung der Meteoritensammlung sowie von Objekten,
die unmittelbar mit kosmischen Ereignissen zu tun haben wird seit der
jüngsten Vergangenheit besonderes
Augenmerk gelegt.
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Frank Trostheide
geologisch-paläontologischer Präparator |
Paläontologie
Schon unmittelbar nach 1869 kamen erste paläontologische
Sammlungstücke
an das Museum und die Paläontologie wurde zu einer wichtigen Abteilung.
Die Sammlungen umfassen darüber
hinaus eine Vielzahl von Fossilien aus allen Perioden der Erdgeschichte,
die im Laufe der Jahrzehnte durch Sammelexkursionen der Museumsmitarbeiter,
dem Museum verbundene Hobbysammler, aber auch durch Ankauf an das Haus
gelangt sind.
Exponate stammen u.a.:
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aus Ummendorf - Jura-Posidonienschiefer (Bivalvien, Belemniten)
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Ziegeleigrube Dippenworth bei Quedlinburg - Oberkreide-Ablagerungen (Flora
mit weltberühmten ältesten Angiospermen)
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aus den zahlreichen mitteldeutschen Braunkohletagebauen (Tertiär)
insbesondere die Gruben südlich von Leipzig mit der Oligozän-Fauna
der Nordsee (ca. 30 Millionen Jahren), darunter Funde von Knochenfischen (Gehörsteine
-Otolithen), verschiedenen Hai-Arten (Zahnfunde), Gehäusen von Weichtieren
•
Bitterfeld - Bernstein (Untermiozän, ca. 22 Millionen Jahre)
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Andreas Seidel und
Peter Chwalisz
zoologische Präparatoren |
Zoologie / Botanik
Insekten
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Umfangreiche entomologische Hauptsammlungen, sowie Lokal/Einzelsammlungen.Umfaßt
ca. 1600 Insektenkästen
Mollusken
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Conchylien-Sammlung (Gehäuse von Muscheln und Schnecken) regionaler und
weltweiter Ausrichtung.
Niedere Wirbeltiere - Alkoholsammlung
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Die Sammlung der Schwanzlurche (Caudata) weist heute wieder 1.300 Katalognummern
in 70 Arten auf
Ornithologie
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Die Sammlung umfasst heute ca. 6.200 Standpräparate und Bälge. Neben
Belegen aus der Heimatregion gehören zahl-
reiche Vogelarten aus der übrigen Paläarktis sowie aus anderen Faunenreichen
dazu
Säugetiere
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Insgesamt gehören zur Sammlung mehr als 900 Belege (Standpräparate,
Bälge, Felle
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Marcus Pribbernow,
Dipl. Biologe
Museumspädagogik
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Ausstellungen / Museen
Skelettsammlung
Der Umfang dieser Abteilung beträgt mehr als 1000 Skelette bzw. teile
mit dem Schwerpunkt einheimische Vögel und Säugetiere. Von
letzteren gibt es eine umfangreiche Schädelsammlung;
besonders umfangreich bei Insektenfressern,
Nagetieren (insbesondere Elbebiber) sowie Marderartigen.
Ein Teil der Skelette ist aufgestellt und wird zukünftig im Ausstellungsbereich
wieder zu sehen sein, darunter neben Rothirsch und Hauspferd auch Schnabeltier,
und Kiwi. Eine Besonderheit ist ein fast vollständiges Skelett vom
Großen Panda, ein erwachsenes Tier, wahrscheinlich ein Männchen,
das um 1915 aus Tibet stammend an das Museum kam.
Botanik
Der Umfang des Herbariums beträgt ca. 10.000 Herbarbögen, mit Sachsen-Anhalt
und Mitteldeutschland als Sammelschwerpunkt. Darüber hinaus finden sich
zahlreiche Belege aus anderen Regionen Mitteleuropas. Stärker überregional
ist
das Herbarium Laatsch ausgerichtet. Es umfasst ca. 6.000 Bögen und beherbergt
Pflanzen von allen fünf Kontinenten, sorgfältig nach Exkursionsfloren
und mit Hilfe von Handbüchern bestimmt.
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