Dauerausstellung

Seit Dezember 2009 ist unsere neue Dauerausstellung eröffnet. In den nächsten Jahren wir der Ostflügel des Museumsgebäudes weiter ausgebaut und mit vielen neuen Attraktionen versehen.

Wissenschaft zum überprüfen: Hier können Sie an Mikroskopen Kleinstlebewesen unter die Lupe nehmen.

Museum für Naturkunde Magdeburg

Liebe Gäste,

ich lade Sie herzlich zu einem Besuch des Naturkundemuseums Magdeburg ein. Neben unseren Dauerausstellungen " Tiere der Heimat","Welt der Insekten", "Von Amethyst bis Zinnober - Die Welt der Minerale" und "Im Reich von Biber und Reiher - Lebensraum Mittlere Elbe", gibt es immer etwas neues zu entdecken.
Das Naturkundemuseum geht auf Sammlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Magde-burg zurück, die erstmals 1875 ausgestellt wurden. Das ursprüngliche Haus wurde bei dem Fliegerangriff am 16. Januar 1945 vernichtet, wertvolle Bestände einschließlich vorher ausgelagerte Sammlungen erlitten schwerste Verluste.
Nach dem Krieg wurden die geretteten Bestände im Gebäude des ehemaligen Kaiser Friedrich Museums untergebracht. Unter dem Dach des Kulturhistorischen Museums existiert es heute wieder als eine selbständige Einrichtung. Sammeltätigkeit und wissenschaftliche Arbeit ließen es erneut zu einer bedeutenden Einrichtung werden, die die gesamte Palette eines Naturkundemuseums präsentiert.

Ihr Dr. Hans Pellmann, Museumsleiter

 

Mineralogisch-Petrographische Sammlung

Der Sammlungsumfang beträgt mehr als 11.500 Inventar-Nummern, darunter etwas über 1.000 Gesteinsnummern. Kurz nach Gründung des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Magdeburg gegründet, gingen schon einige Schenkungen von Mineralien und Petrefakten ein, so dass bei der Museumseröffnung 1875 bereits etwa 600 Mineralien und Gesteine gezeigt werden konnten.
Wertvolle Sammlungsteile gelangten durch Schenkungen und Stiftungen an das Museum: 1892 - G. SCHMIDT, 1900 - W. HAUSWALDT; 1922 kam die "Deutsch-Südwest-Sammlung" von BRODMANN hinzu sowie 1934 die erlesene Mineraliensammlung von HERMANN GRUSON.
Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf den Tiefengesteinen. Die Stücke stammen aus den typischen Gesteinsvorkommen ganz Deutschlands, natürlich aus Harz, Mansfelder Land und Flechtinger Höhenzug. Gleiches gilt für die Umwandlungsgesteine. Die Ablagerungsgesteine stammen zu einem größeren Anteil aus Magdeburg und Umgebung.Auf die schrittweise Erweiterung der Meteoritensammlung sowie von Objekten, die unmittelbar mit kosmischen Ereignissen zu tun haben wird seit der jüngsten Vergangenheit besonderes Augenmerk gelegt.

 

Paläontologie

Schon unmittelbar nach 1869 kamen erste paläontologische Sammlungstücke an das Museum und die Paläontologie wurde zu einer wichtigen Abteilung. Die Sammlungen umfassen darüber hinaus eine Vielzahl von Fossilien aus allen Perioden der Erdgeschichte, die im Laufe der Jahrzehnte durch Sammelexkursionen der Museumsmitarbeiter, dem Museum verbundene Hobbysammler, aber auch durch Ankauf an das Haus gelangt sind. Exponate stammen u.a.:

  • aus Ummendorf - Jura-Posidonienschiefer (Bivalvien, Belemniten)
  • Ziegeleigrube Dippenworth bei Quedlinburg - Oberkreide-Ablagerungen (Flora mit weltberühmten ältesten Angiospermen)
  • aus den zahlreichen mitteldeutschen Braunkohletagebauen (Tertiär)insbesondere die Gruben südlich von Leipzig mit der Oligozän-Fauna der Nordsee (ca. 30 Millionen Jahren), darunter Funde von Knochenfischen (Gehörsteine -Otolithen), verschiedenen Hai-Arten (Zahnfunde), Gehäusen von Weichtieren
  • Bitterfeld - Bernstein (Untermiozän, ca. 22 Millionen Jahre)

 

Zoologie / Botanik

  • Insekten: Umfangreiche entomologische Hauptsammlungen, sowie Lokal/Einzelsammlungen.Umfaßt ca. 1600 Insektenkästen
  • Mollusken: Conchylien-Sammlung (Gehäuse von Muscheln und Schnecken) regionaler und weltweiter Ausrichtung.
  • Niedere Wirbeltiere - Alkoholsammlung: Die Sammlung der Schwanzlurche (Caudata) weist heute wieder 1.300 Katalognummern in 70 Arten auf
  • Ornithologie: Die Sammlung umfasst heute ca. 6.200 Standpräparate und Bälge. Neben Belegen aus der Heimatregion gehören zahlreiche Vogelarten aus der übrigen Paläarktis sowie aus anderen Faunenreichen dazu.
  • Säugetiere: Insgesamt gehören zur Sammlung mehr als 900 Belege (Standpräparate, Bälge, Felle

 

Ausstellungen / Museen

Skelettsammlung
Der Umfang dieser Abteilung beträgt mehr als 1000 Skelette bzw. -teile mit dem Schwerpunkt einheimische Vögel und Säugetiere. Von letzteren gibt es eine umfangreiche Schädelsammlung; besonders umfangreich bei Insektenfressern, Nagetieren (insbesondere Elbebiber) sowie Marderartigen.
Ein Teil der Skelette ist aufgestellt und wird zukünftig im Ausstellungsbereich wieder zu sehen sein, darunter neben Rothirsch und Hauspferd auch Schnabeltier, und Kiwi. Eine Besonderheit ist ein fast vollständiges Skelett vom Großen Panda, ein erwachsenes Tier, wahrscheinlich ein Männchen, das um 1915 aus Tibet stammend an das Museum kam.

Botanik
Der Umfang des Herbariums beträgt ca. 10.000 Herbarbögen, mit Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland als Sammelschwerpunkt. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Belege aus anderen Regionen Mitteleuropas. Stärker überregional ist das Herbarium Laatsch ausgerichtet. Es umfasst ca. 6.000 Bögen und beherbergt Pflanzen von allen fünf Kontinenten, sorgfältig nach Exkursionsfloren und mit Hilfe von Handbüchern bestimmt.

 

Das Team

v.l.n.r.:
Frank Trostheide, geologisch-paläontologischer Präparator
Peter Chwalisz zoologischer Präparator
Dr. Christiane Heinemann, stellv. Museumsleiterin, Geologin
Andreas Seidel zoologischer Präparator
Marcus Pribbernow, Dipl. Biologe, Museumspädagogik
Dr. Hans Pellmann, Museumsleiter

Veranstaltungen

9. Februar 2012

19.00 Uhr, Museum
Vortrag: Diamanten in Jakutien
Referent: Dr. Klaus Erler, Berlin

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Abhandlungen und Berichte für Naturkunde

 

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Naturkundemuseum der Stadt Magdeburg